Marokko scheitert im WM-Viertelfinale an Frankreich
Marokko verabschiedet sich nach einer starken WM 2026 im Viertelfinale. Gegen Frankreich entscheiden zwei Treffer nach der Pause die Partie.
Marokkos WM-Reise ist im Viertelfinale zu Ende gegangen. Die Atlas-Löwen unterlagen Frankreich am Donnerstagabend in Boston mit 0:2 und verpassten damit den Einzug in die Runde der letzten vier. Trotz des Ausscheidens bleibt der Auftritt bei der Weltmeisterschaft 2026 ein starkes Kapitel für den marokkanischen Fußball.
Die Partie begann taktisch geprägt. Marokko stand kompakt, schloss die Räume im Zentrum und suchte nach Ballgewinnen den schnellen Weg nach vorne. Frankreich hatte mehr Ballbesitz, fand gegen die gut organisierte Defensive aber zunächst nur selten klare Abschlüsse.
Bono hält Marokko lange im Spiel
Eine zentrale Rolle spielte erneut Yassine Bono. Der marokkanische Torhüter hielt seine Mannschaft in der ersten Halbzeit mehrfach im Spiel und war auch in der 28. Minute zur Stelle, als Kylian Mbappé vom Elfmeterpunkt antrat. Bono parierte den Strafstoß und sorgte dafür, dass Marokko weiter auf Augenhöhe blieb.
Bis zur Pause änderte sich am Ergebnis nichts. Frankreich kontrollierte zwar längere Phasen, doch Marokko verteidigte diszipliniert und ging mit einem verdienten 0:0 in die Kabine.
Frankreich entscheidet das Spiel nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Frankreich den Druck deutlich. Die Équipe Tricolore verlagerte das Spiel schneller, besetzte die Offensivräume konsequenter und zwang Marokko immer tiefer in die eigene Hälfte.
In der 60. Minute fiel schließlich das 1:0. Mbappé nutzte eine französische Druckphase und brachte den Favoriten in Führung. Nur sechs Minuten später folgte der nächste Rückschlag: Ousmane Dembélé erhöhte in der 66. Minute auf 2:0 und stellte Marokko vor eine schwierige Schlussphase.
Marokko kämpft bis zum Schluss
Die Atlas-Löwen gaben sich nicht auf. In der letzten halben Stunde suchte Marokko mehr Risiko, rückte höher auf und versuchte, über schnelle Kombinationen und Flanken zurück ins Spiel zu finden. Frankreich verteidigte den Vorsprung jedoch aufmerksam und ließ nur wenig Raum für klare marokkanische Chancen.
Mit dem Schlusspfiff stand fest: Frankreich zieht ins Halbfinale der WM 2026 ein und trifft dort auf den Sieger der Partie Spanien gegen Belgien. Marokko verabschiedet sich nach einem bemerkenswerten Turnier aus dem Wettbewerb.
Einordnung
Das Aus im Viertelfinale ist sportlich bitter, schmälert aber nicht den Gesamteindruck. Marokko hat auch bei dieser Weltmeisterschaft gezeigt, dass die Mannschaft taktisch reif, widerstandsfähig und international konkurrenzfähig ist. Gegen Frankreich fehlten am Ende Effizienz und Entlastung in den entscheidenden Momenten. Der Weg bis ins Viertelfinale bleibt dennoch ein deutliches Zeichen: Marokko gehört weiter zu den prägenden Fußballnationen auf der großen Bühne.